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Welcher Sporttyp bist du? Welcher sind wir?

Welcher Sporttyp bist du? Und welcher sind wir?
Welcher Sporttyp bist du? Und welcher sind wir?

Hast du dich vielleicht schon einmal gefragt, welche Sportart für dich in Frage kommt? Oder ob du das überhaupt schaffst? Vielleicht siehst du überall Bilder von wunderschönen und muskulösen Menschen, die mit ihren "fertigen" Körpern freundlich in die Kamera lächeln? Alles scheint so perfekt und leicht auszusehen?!

 

Genau so haben wir auch angefangen!

 

Wir haben gemerkt, dass sich grundlegend etwas verändern muss, als wir uns nicht nur im Spiegel sahen. Nein, ganz besonders merkt man es, wenn man morgens beim Anziehen ist und nichts mehr findet an Kleidung, die einem noch steht und somit passt! Abends, nach der Arbeit saßen wir dann erschöpft vor dem Fernsehen und nach einem ausgiebigen Festschmaus auf dem Sofa kam doch wieder das schlechte Gewissen durch:

 

Wir müssen etwas verändern!

 

Grenzen existieren nur im Kopf!"
"Grenzen existieren nur im Kopf!"

Weil wir eben schon recht an Gewicht zugelegt hatten und deshalb auch recht träge und bequem geworden waren, überlegten wir gemeinsam, welcher Sport zu uns passen könnte. Es musste einer sein, der wenig Zeit, Fahrzeit und Aufwand in Anspruch nahm und kaum Geld kosten durfte.

 

So viele Hürden gleich zu Anfang!

 

Da Christoph unter häufigen Rückenschmerzen litt, dachten wir daran, einfach einmal am darauffolgenden Wochenende schwimmen zu gehen. Das war eine Sportart, die zwar mit Hin- und Herfahren und auch etwas Zeit verbunden war, aber wir konnten den Sonntag dazu nutzen. Und da wir dort nicht zum "chillen" hingehen wollten, sondern zum Sport machen - ein paar Bahnen schwimmen, entschieden wir uns spontan dafür. Zumal war der Preis für Spätschwimmer auch recht überschaubar im Bad Am Stadtwald in Neumünster. Und man könnte jederzeit wieder damit aufhören, wir mussten kein Abo oder ähnliches abschließen.

 

Also würde die Faulheit siegen …

 

… du weißt sicher, was wir meinen! :-)

Er kommt nicht mit! Er hasst Wasser!
Er kommt nicht mit! Er hasst Wasser!

Nach den ersten paar Malen merkten wir aber schnell, wie gut uns das alles tat. Wir beschlossen daher, auch mal in der Woche abends nach Feierabend schwimmen zu gehen. Mittlerweile zogen wir immerhin schon unsere 20 Bahnen brav und es machte uns unheimlich Spaß. Selbst Christophs Rückenbeschwerden ließen deutlich nach und wir hatten nicht einmal Angangsschwierigkeiten. Wir freuten uns auf die Abende in der Schwimmhalle und konnten die kleinen Trainingseinheiten kaum abwarten. Wer hätte das gedacht!

 

Schon bald wurden wir besser!

 

Und wir fühlten uns auch gut! Sogar ein klein wenig abgenommen hatten wir schon nach dieser kurzen Zeit, was uns wiederum beflügelte.

Schrittzähler-App: Heute fehlen noch ein paar Steps!
Schrittzähler-App: Heute fehlen noch ein paar Steps!

Auch zu neuen Dingen waren wir plötzlich aufgeschlossen: Wir legten uns einen Schrittzähler zu, der unser Tagesziel von 10.000 Schritten dokumentieren sollte. Dies wurde zu einem richtigen Ansporn! Erst versuchten wir ein paar Schritte im Haus wet zu machen, doch immer mehr trieb es uns raus in die Natur und wir nahmen natürlich gleich unseren Hund mit, auch er brauchte schließlich Bewegung. Das klappte gut und ging ganz leicht!

 

Und eines abends kam mir in den Sinn, ich könnte doch am nächsten Morgen einfach einmal eine kleine Runde joggen gehen. Das hatte ich früher schon mal ausprobiert, hatte aber es nie lang durchgehalten. Eigentlich wäre es mal eine Herausforderung, damit anzufangen. Also schnürte ich am nächsten Tag meine Turnschuhe und da es draußen recht kalt war, zog ich noch eine schöne dicke Regenjacke drüber. Ohne mich aufzuwärmen lief ich einfach los. Nach kurzen 500 Meter merkte ich dann, dass ich ein viel zu warmes Outfit gewählt hatte. Und es wurde anstrengend!! Aber mir war egal, wie schnell oder langsam ich war und mir war es auch egal, wie viele Kilometer ich schaffen würde. Ich hatte mir eine kleine Waldrunde ausgesucht (3 km) und mein Ziel war lediglich, irgendwie durchzuhalten und Zuhause wieder anzukommen.

 

Und das war das Beste, was ich tun konnte! Einfach loszulaufen und sich keine Gedanken über Dinge zu machen, die in diesem ersten Schritt völlig unwichtig sind! Einfach nur machen!

 

Unterwegs hatte ich zwei Gehpausen, aber nur kurz und dann ging es weiter! Ja, es war anstrengend, als ich wieder Zuhause ankam aber ich war glücklich und stolz auf mich!

 

Nach einer schönen Dusche freute ich mich auf mein Frühstück und ich entschied mich, demnächst erneut joggen zu gehen. Es kam mir die Idee, mir eine Handy-App zu suchen, die meine zukünftigen Läufe aufzeichnete. Da fragte die App mich bei der Profileinstellung: Wie viele Läufe möchtest du pro Woche machen? Ich wollte gern eine "1" eingeben, aber die App sagte mir, dass das nicht ginge. 2-3 Mal sollte ich doch mindestens trainieren, um künftig Fortschritte zu sehen. "Ääääh!", "schnauf!", dachte ich noch, "das ist aber ganz schön viel!" Da man also nur auf "2-3 x" tippen konnte, bestätigte ich diese Einstellung und überlegte mir schon eine Ausrede, wie ich die anderen Male auslassen konnte. 

 

Bald kam mein erster Lauf mit der Unterstützung der App: Der hinzugefügte Trainingsplan sagte mir, dass ich 1,4 Kilometer laufen sollte. "Gut, na dann mal los", überlegte ich nicht lange und machte erfolgreich diesen Run. "Geschafft!" Erneut zuhause schaute ich nach, wann mir der Trainingsplan vorschlug, meinen nächsten Lauf zu machen. Mit je einem Tag Pause zur Regeneration standen noch zwei weitere Läufe diese Woche an. Eigentlich wollte ich ja nur einmal! Doch ich dachte mir am kommenden Lauftag:

 

"Wenn du das erste Mal es geschafft hast, kannst du es auch ein weiteres Mal!"

 

Und so kam es, dass ich tatsächlich Trainingstag für Trainingstag plötzlich laufen ging. Was ich früher nicht lang durchgehalten hätte, war plötzlich irgendwie ganz einfach! Und es machte Spaß! Es machte unglaublich Spaß! Ich ging also regelmäßig jetzt drei Mal die Woche laufen. Und ich wurde besser! Deutlich besser! Und schnell besser! Das hätte ich gar nicht gedacht!

Chris: Hoch motiviert beim 10-km-Run
Chris: Hoch motiviert beim 10-km-Run

Und dann in der 4. Woche passierte mir etwas!

 

Mit einem Mal wollte ich Laufen gehen! Ich war aus irgendeinem Grund nicht mehr zu bremsen! Laufen, laufen, laufen und nochmal laufen! Jeder Regenerationstag, der, wie ich bereits gelernt hatte, genauso wichtig war, wie die Trainingstage, wurden zur Qual! Ich sehnte mich nach jedem Lauftag und hasste es, Zuhause zu bleiben. Mittlerweile lief ich nicht nur die 3-km-Runde am Stück, sondern stolze 5 km! Nach zwei Monaten waren es sogar schon 11 km. Und da ich mich fühlte, als könnte ich Bäume ausreißen und ewig weiterlaufen, bis zum Horizont und zurück, kam mir die Idee eines Wettkampfes. Neben einigen informativen Bücherlektüren, die ich mir wissbegierig zu Gemüte führte, tauchte ich weiter in diese Materie ein. Und nach 2 Monaten lief ich unglaublich meinen ersten Halbmarathon als Wettkampfdisziplin. Und danach war ich erstmal im Eimer!

 

Heute weiß ich, dass ich mich ein klein wenig zu schnell ;-) hochtrainiert hatte. Aber es war mir EGAAAAAAAAAAAL! Ich habe es einfach getan! 21 Kilometer am Stück! Ich war einfach nur happy! Und dies war der Augenblick, wo Chris angesteckt wurde, infiziert vom Lauffieber! Er fing genau wie ich vor ein paar Wochen an, loszulaufen. Egal mit welcher Zeit, egal wohin und egal wofür! Einfach nur für sich!

 

Auch er steigerte sich und hatte genau die gleichen "High-Feelings" wie ich zuvor! Auch bei ihm setzte in Woche 4 etwa das Gefühl von Unbesiegbarkeit und "You Are Unstoppable" ein! Bald lief auch er 5 Kilometer, dann 10 und mehr. Und wir nahmen zu zweit an Wettkämpfen teil, meist 10-km-Disziplinen.

 

Beide Sportarten, das Schwimmen und das Laufen, begeisterte uns wiederum für weitere Sportarten, denn zu unserem Lauf-Trainingsplan gehörten mittlerweile nicht nur Stabilisation-Übungen und ABC-Läufe dazu, sondern wir begeisterten uns für Kraftsport und Extrem-Hindernisläufe (OCR). Sogar unsere FAT TO FIT Trekking-Touren entstanden daraus.

 

Wir ließen uns von nichts mehr einschränken!

 

Jede Sporteinheit war uns willkommen! Der Wald, die Straße, der verlassene Kinderspielplatz, weil kein einziges Kind mehr in nutzte, jeder Hügel, Stein oder Baum bot uns unbegrenzte Möglichkeiten. 

 

Es ist also egal, für welche Sportart du dich letztendlich entscheidest! Egal welcher Sporttyp du sein wirst! Du kannst alles tun! Wichtig ist, dass du anfängst und deinen ersten Schritt machst! Lass dir von niemandem sagen, dass du etwas nicht tun kannst. Auch wenn du das Gefühl hast, das du belächelt wirst, lass dich keinesfalls entmutigen! Wie oft mussten wir uns Dinge anhören, was alles nicht geht und auch wir wurden belächelt. "Der ganze Sport sei nicht gut für uns!" oder "Ihr solltet euch mal wieder richtig ernähren!", hieß es oft. Aber wir freuen uns mittlerweile auch über diese Aussagen, denn wir haben gelernt, dass gerade diese Meinungen oft aus heimlicher Bewunderung entwächst. Und sollte es doch anders sein, wäre es doch auch sehr belanglos. Frei von jeglichen Eingrenzungen, Oberflächlichkeiten und Zwängen im Geist ist unser Ziel geworden.

Deshalb möchten wir dich hier und heute motivieren:

  1. Suche dir als erstes eine kleine sportliche Sache aus, und wenn sie noch so klein ist, die du schaffen kannst.
  2. Denk in diesem Augenblick nicht an Anderes - denk an dich! Und vertraue dir und glaube dir, dass du das schaffst! Wir haben es ja auch geschafft, also siehst du, dass es funktioniert!
  3. Halte mindestens 4 Wochen durch! Wenn du ein anderer Sporttyp sein solltest, kann es auch etwas früher oder später sein. Aber der Zeitpunkt des Unbändigen wird kommen! Verlass dich drauf!

Mach den 1. Schritt !!!

 

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